[abendzeitung-muenchen.de]: Nah am Himmel: Das ist Münchens erstes Hochhaus

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Keine 10 Jahre ist es her, da haben sich die Münchner gegen ungebremsten Wachstum nach oben ausgesprochen. Nicht höher als die Türme der Frauenkirche, so das Credo.

Die Skyline, die Blickachsen und überhaupt die Ästhetik, so die Argumentationen. Hässlich seien die Wolkenkratzer, das sehe man doch in Frankfurt, New York und anderswo.

An vorderster Front damals der ex-Oberbürgermeister Kronawitter. Entgegen wollte man ihm schmettern: Die größten Bausünden, die hässlichsten Häuser sind doch während deiner Amtszeit gebaut worden. Und: Wenn ein Haus bereits im Erdgeschoss hässlich ist, dann ist es pupsegal, wie viele Stockwerke sich darüber auftürmen.

Heute wird darüber debattiert, ob das Bürgerbegehren denn noch bindend, ob es noch zeitgemäß sei. Zumal München eigentlich nur mehr in die Höhe wachsen könne.
Ein Blick in die Archive fördert erstaunliches zu Tage. Ob Hochhaus oder nicht, ob ansprechende Architektur oder nicht, diese Fragen rühren beileibe nicht aus jüngerer Zeit. Schon in den goldenen Zwanzigern wurde leidenschaftlich gestritten, wie viele Etagen einer Weltstadt angeraten seien.

Beinahe salomonisch mutet dabei eine Entscheidung des Stadtrates an: der architektonische Aufbau müsse "in Höhe und Form sowohl für die Fernwirkung wie im Straßenbild künstlerisch befriedigen".
Leider, leider ist diese Vorgabe schon lange in Vergessenheit versunken. Denn die moderne Schuhschachtelarchitektur befriedigt weder in Straßenbild, noch Fernwirkung. Egal in welcher Höhe.

Abendzeitung

Isar zwei Abschalten? Das kostet...

Atom in Dosen

Die Gewinne sind abgeschöpft, jetzt bleiben die Atomkraftwerke eine kostspielige Altlast für die Betreiber.

Die großen Energieriesen sind mit ihrer lustigen Idee, die Kosten für Stillegeung und Rückbau auf den Steuerzahler zu übertragen, bislang gescheitert.

Bislang...

In München kommen auch ohne eine Verstaatlichung der horrenden Kosten der Multis erhebliche Lasten zu. Ist die Stadt doch über die Stadtwerke nach wie vor zu 25% an dem Atomkraftwerk Isar zwei beteiligt.

Schauen wir uns diese Kosten noch einmal etwas genauer an.

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