Tote zum neuen Jahr, Tote im Iran

05.01.2020

Da ist man mit seinem Silvesterrausch noch gar nicht fertig und was wird einem um die Ohren gehauen?

Der Trump wieder. Ohne Rücksicht auf Verluste einfach mal drauf gehalten.

Tote, Bomben, Hass und Gewalt... man hab' ich schlechte Laune.

Ob er damit einen Krieg auslöst, egal. Ob er damit Hass schürt, egal. Ob er damit tausende Tote provoziert, egal. Das ficht einen Trump doch nicht an.

Nicht, dass ich seinen Opfern eine Träne nachweinen würde. Sicher nicht, nicht eine einzige. Sie selbst waren sie feige Mörder. Man lege sie auf die Waagschale der Gerechtigkeit gegen Trump, nicht einen Millimeter würde sie sich zu ihren Gunsten neigen. Ginge es hier lediglich um Trump und diesen Soleimani, bitteschön, sollen sie sich die Köpfe einrennen.

Doch es geht hier nicht um zwei Affen beim Schwanzvergleich. Jeder Tote in Nahost bedeutet weiteres Morden. Bedeutet Leid und Elend für viele Menschen. Auch wenn das ein Trump nicht hören mag, das bedeutet auch Leid für Amerikaner. Mehr Leid als ein kurzes Innehalten, ein über den Schatten springen und endlich an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Bei all dem Irrsinn und all dem Morden, den die Ajatollahs über die Region, ja, die halbe Welt, gebracht haben, gab es immer wieder lichte Momente. Zaghafte Signale und Angebote der Entspannung, die von Amerika in Bausch und Bogen abgeschmettert wurden. Es ist nicht lange her, dass Trump ohne Not den zäh und mühsam ausgehandelten Atomkompromiss mit dem Iran über Bord geworfen hat. Ein Kompromiss, der wie ein Frühlingswind durch die Weltpolitik wehte.

Was wäre das für ein Zeichen, wenn sich jetzt und mit einer Stimme Europa, die Uno und auch die NATO erheben und Amerika in seine Grenzen verweisen würden. Kein zauderndes "jetzt ist Zurückhaltung geboten", sondern ein lautes, schmetterndes "klare Kante gegen den Wahnsinnigen in Washington". Eine globale und lückenlose Isolation der USA. So lange, bis im Weißen Haus wieder ein wenig Vernunft eingekehrt ist. Die Geschichte hat gezeigt, lässt man größenwahnsinnige Herrscher ungebremst walten, quellen hinterher die Friedhöfe über.

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Abendzeitung

Isar zwei Abschalten? Das kostet...

Atom in Dosen

Die Gewinne sind abgeschöpft, jetzt bleiben die Atomkraftwerke eine kostspielige Altlast für die Betreiber.

Die großen Energieriesen sind mit ihrer lustigen Idee, die Kosten für Stillegeung und Rückbau auf den Steuerzahler zu übertragen, bislang gescheitert.

Bislang...

In München kommen auch ohne eine Verstaatlichung der horrenden Kosten der Multis erhebliche Lasten zu. Ist die Stadt doch über die Stadtwerke nach wie vor zu 25% an dem Atomkraftwerk Isar zwei beteiligt.

Schauen wir uns diese Kosten noch einmal etwas genauer an.

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