Saubere Luft als Luxusgut?!

20.01.2020

Während wir noch über Trinkwasser - und ob es dabei um ein Menschenrecht oder um eine Ware handelt - diskutieren, zeichnet sich am Horizont schon ein neues Schreckensszenario ab.

Der Smog in manchen Großstädten - und da jammern wir mit unserem bisschen Feinstaub auf echt hohem Niveau - nimmt immer häufiger die Gesundheit bedrohende Ausmasse an.

Da wird nicht mehr über Fahrverbote diskutiert, da werden Verbote ausgesprochen.

Einmal mehr zeigt sich, dass die freie Marktwirtschaft nicht in der Lage ist, mit lebenswichtigen Ressourcen so umzugehen, dass unsere Lebensgrundlage heute und in Zukunft gesichert ist.

Oder etwa doch?

Die perverse Logik des Raubtierkapitalismus erklärt die elementaren Grundbedürfnisse des Menschen kurzerhand zum Handelsgut. Bei Lebensmitteln ist das schon lange so. Da werden Gewinne durch Verknappung eingefahren. Da werden Lebensgrundlagen in Südamerika, in Afrika und letztlich selbst in den USA zerstört, damit die Kasse klingelt.

Beim Wasser nimmt diese Entwicklung Fahrt auf. Multinationale Konzerne pumpen Wasser ab, wo sich die Menschen nicht wehren können und verkauft das an Menschen, die es sich leisten können. Trocknen in Folge Brunnen, Felder, ganze Landstriche aus, zucken sie mit den Schultern und berufen sich auf den Markt, wo Angebot und Nachfrage alles richtet. Sollen sich die Hungerleider doch Wasser kaufen.

Jetzt also auch die Luft. Industrie und Autoverkehr rauben uns buchstäblich die Luft zum Atmen. Und schon sind findige Geschäftemacher am Start, die daraus Kapital zu schlagen wissen. Erst sind es die, die den Mundschutz aus dem OP auf die Straße bringen. Dann kommen die HighTech Unternehmen, die den Dreck aus der Luft filtern. Zu guter Letzt werden wir uns unsere tägliche Ration Luft teuer kaufen müssen.

Man steht daneben und reibt sich verwundert die Augen.

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Abendzeitung

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Atom in Dosen

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Bislang...

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