Lanzwurst

Hier wird nur Scheiss gemacht
27.01.2014

Es ist nicht verkehrt, wenn man einem eitlen, arroganten und peinlichen Sack mal ordentlich in die Eier tritt.

Wer jedoch auf den angezählt auf dem Boden liegenden weiter eintritt, hat jedes Mass und Ziel verloren.

Heute zelebrieren Linke im Schulterschluss mit aufgeklärter Presse und seichtem Boulevard unisono den Untergang eines eigentlich belanglosen Moderators.

Verbannt bitte den Lanz aus den Rundfunkgebühren oder dorthin, wo er hingehört: In die Fernsehkolumne von Ponkie in der AZ. Ich möchte den Mist weder auf Titelseiten, noch beim Freitag lesen. Das ist wahrlich zu viel der Ehre.

Lanzwurst und Stuss-Spucker

Lanzwurst und Stuss-Spucker

Währenddessen darf nämlich ein schamloser Hetzer wie Jörgens weiter seinen ungestraft seinen Blödsinn absondern. Darüber regt sich niemand auf.

Während Lanz in seiner Sendung auf niedrigem Niveau gepöbelt hat, ergeiferte sich Jörges in Schwachsinnsregionen, die einen denkenden Menschen schwindlig machen. Man könne doch nicht von Fehlstart reden, wenn eine Regierung vier Monate lang nichts macht.

Das versuch mal einer mit seinem Arbeitgeber zu verhandeln. "Ich mach erst mal vier Monate lang nichts, das ist doch ein guter Start." Da wird der Chef aber was erzählen. Und das mit Recht.

Gänzlich als Stuss-Spucker qualifiziert sich der saubere Herr in seinem peinlichen Zwischenruf. Von kritischer Auseinandersetzung mit Sarah Wagenknecht träumt er, der im Fernsehstudio gleichsam mit Schaum vor dem Mund wüste Tiraden verschossen hat. Einen Shitstorm von Links will er ausgemacht haben. Das mag einer geistigen Amöbe so scheinen. Wer jedoch die Augen öffnet wird schnell sehen, dass der Shitstorm berechtigte Kritik und "von Links" durch die ganze Gesellschaft geht.

Selbst die linksunverdächtige Bildzeitung greift die Kritik am unfähigen Moderator auf. Aber was ficht die Realität einen Jörges an? Objektivität und andere Journalistische Tugenden sind was für Anfänger.

Der Stern ist wahrlich gut beraten, zu diesem Videomachwerk keine Kommentare zuzulassen. Dort wäre mit Sicherheit demonstriert worden, was unter einem ordentlichen Shitstorm wirklich zu verstehen ist.

Hier noch ein paar Facebookstimmen zum Thema:

"Was isn der von Beruf? Das ist ja unsäglich"

"Der abwertende Hinweis auf den Rouge-Gebrauch... Bei männlichen Politikern gibt es diese Hinweise auf Äußerlichkeiten nicht. Ich denke mal, sie ist ihm in der Sendung mal gehörig auf seinen phallischen Schlips getreten, so dass er sich jetzt mal ordentlich rächen muss, der Bub."

"Tja, wer seinem Gegenüber intelektuell nicht gewachsen ist, muss eben zu unfairen Mitteln greifen."

"Unglaublicher Bullshit... unerträglich. Wann gibt's denn endlich eine Anti-Jörges-Petition?"

"Was ein Vollidiot, passt aber zur Gesellschaft"

Abschließend eine Randbemerkung über eine traurige Randerscheinung der Kabarettszene. Herr Dieter Nuhr, versucht auf seine Art, Kapital aus der Angelegenheit zu schlagen. Zwar hat er ohne Zweifel Recht, wenn er die inflationäre Nutzung der Onlinepetitionen beklagt. Zu diesem Zwecke jedoch selbst zwei völlig sinnbefreite Aktionen zu starten, führt wiederum Herrn Nuhrs Anliegen selbst ad Absurdum.

Ein wenig feixen macht mich dass die Petition "Gegen digitales Mobbing, binäre Erregung und Onlinepetitionswahn" wegen Verstoss gegen die Nutzungsbedingungen gelöscht wurde. Herr Nuhr stilisiert sich in Folge seiner ureigensten Dummheit zu einem Opfer der freien Meinungsäußerung. Wenn sich da mal nicht der nächste Kandidat zu "Raus aus meinen Rundfunkgebühren" empfohlen hat.

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