Kein Grubenunglück, sondern ein Massenmord der Regierung und des Kapitals!

16.05.2014

Am 13. Mai 2014 ist es in einem Bergwerk in Soma (West-Türkei), zu einer Explosion gekommen. Dabei sind nach letzten Meldungen mindestens 284 Arbeiter unter ihnen ein 15. Jähriger ums Leben gekommen, etwa 120 wurden verletzt.

Hunderte Arbeiter sind unter Tage noch eingeschlossen. Die Erdoğan-Regierung versucht wieder einmal mehr die Öffentlichkeit für dumm zu verkaufen und erklärt „es sei ein schicksalhafter Unfall“.

Die Opposition war erst vor wenigen Wochen im Parlament mit dem Versuch gescheitert, Unfälle in der Grube von Soma untersuchen zu lassen: Erdogans Regierungspartei AKP bügelte den Antrag ab. Vor zwei Monaten wurde eine angebliche Sicherheitsprüfung seitens der Behörden durchgeführt. Es hieß: "Es gibt keinen Grund zur Beanstandung."

Allein in der Regierungszeit der AKP kamen mehr als 100 Arbeiter im Bergbau ums Leben, weil Sicherheitsbestimmungen aus Kostengründen schlichtweg missachtet wurden.

In die Trauer der Angehörigen mischt sich Empörung und Wut gegen die Erdoğan-Regierung, die Betreibergesellschaft (SOMA Kömür) und die Behörden. Dies ist kein Unglück und nicht Schicksal! Es ist die Folge einer neoliberalen Politik, die für maximalen Profit über Leichen geht. Dies ist ein Massenmord. Die Schuldigen dieses Massenmordes sind die Regierung und das Kapital.

Ausbeutung, Privatisierung, moderne Sklaverei in Form von Leiharbeit, Niedriglöhnen und Kinderarbeit, keine soziale Absicherung und Missachtung der Sicherheitsstandards sind nicht Schicksal. Das größte Unglück der Soma Arbeiter und der Menschheit ist der Kapitalismus. Dies gilt es zu überwinden!

Solidarisiert euch mit den Arbeitern in Soma und deren Familien! Solidarisiert euch mit den Gewerkschaften und den demokratischen Kräften im Widerstand gegen die neoliberale Erdoğan-Regierung!

Hoch die Internationale Solidarität!

SOMA - Solidarität München

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Abendzeitung

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