Bilden wir an der künftigen Arbeitsrealität vorbei aus?

05.07.2019

"Wir bilden an der künftigen Arbeitsrealität vorbei aus" behauptet Gerald Lembke, Betriebswirt und Wirtschaftspädagoge.

Als Pädagoge muss ich ihm entgegnen: Das machen wir schon seit Generationen. Und ich muss ihm auch entgegnen: Pädagogen - die, ohne "Wirtschaft" im Titel - bemängeln das ebenfalls schon seit Generationen. Und die Ausbildung geht nicht nur an der Arbeitsrealität vorbei, sondern auch an der Lebensrealität und den Bedürfnissen der (jungen) Menschen.

"Dass dieses Leistungsdenken unserer Generation" ... sagt einer, der - also rein vom Alter her - tief aus der "No Future" Generation kommt. Oder doch eher ein Protagonist der Generation Golf? Also derjenigen, denen wir die aktuellen Probleme zu verdanken haben?

Im Übrigen ist es das Vorrecht der jeweils jungen Generation, von den älteren Generationen nicht verstanden zu werden. Und für die älteren Generationen ist es quasi eine gesellschaftliche Pflicht, jüngere Generationen nicht zu verstehen und sie nicht ganz ernst zu nehmen. Das war vor 2500 Jahren so, vor 50, 30 und auch vor 20 Jahren. Es gibt also keinen Grund, warum das nicht heute auch so sein sollte.

Jetzt aber zu etwas Inhaltlichen: Wenn Wirtschaft, Wissenschaft und ja, die älteren Generationen zu der Auffassung kommen, dass die Jugend nicht genüg Wissen mit ins Berufsleben bringt, dann ist die reflexhafte Reaktion: Noch mehr Wissen in die Lehrpläne packen, das Bildungssystem noch mehr verschulen, den Druck auf Schüler und Studenten maximal erhöhen... mit dem Erfolg, dass noch mehr auswendig gelernt und wieder vergessen wird und noch weniger Wissen mit ins Berufsleben gebracht wird.

"Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte." =Sokrates=

[Quelle]: Wir bilden an der künftigen Arbeitsrealität vorbei aus

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